Liechtenstein 1 - 4

GROSSE ERLEBNISSE IM KLEINEN ALPENFÜRSTENTUM

Nur 24,6 Kilometer lang, nur 12,4 Kilometer breit – Liechtenstein ist so klein, dass man es im Atlas nur mit Mühe findet. Rund 35.000 Einwohner – das entspricht einer mittleren Kleinstadt wie Dieburg oder Bad Hersfeld. Und doch ist das Fürstentum im Briefmarken-Format ein eigener Staat in der Mitte Europas. Eingeklemmt zwischen Österreich und der Schweiz, zwischen dem Oberlauf des Rheins und einem Ausläufer der Alpen, der nicht mal einen eigenen Namen hat. Früher war Liechtenstein ein von Armut geprägter Agrarstaat, nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte es sich zu einem bedeutenden Finanzplatz. Die Wirtschaft boomt, das Pro-Kopf-Einkommen zählt zu den höchsten, Steuersätze und Arbeitslosenquote zählen zu den niedrigsten der Welt. Doch der Fremdenverkehr spielte lange Zeit keine große Rolle. Erst seit ein paar Jahren scheinen die Liechtensteiner mehr und mehr erkannt zu haben, wie schön ihr Kleinstaat eigentlich ist und dass man auch damit gutes Geld verdienen kann. Inzwischen gibt es ein reiches Angebot an Hotels, Restaurants und touristischen Attraktionen. Ob im lebhaften Hauptort Vaduz oder in der abgeschiedenen Bergregion – im kleinen Alpen-Fürstentum warten auf den Besucher große Erlebnisse.

Reportagen (Radio hr4, 14.10.2006; hr-iNFO, 28.10.2006):

Liechtenstein 1

SEINE DURCHLAUCHT GIBT SICH DIE EHRE
- fürstliche Begegnung mit dem Erbprinzen

Seit 1719 ist Liechtenstein ein Fürstentum. Damals von Kaisers Gnaden. 1806, mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, wurde es ein souveräner Staat. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. "Mit Glück und Gottes Hilfe", wie es heißt, wehrte das kleine Liechtenstein manche Begehrlichkeiten der größeren Nachbarn ab. Wie ein Symbol für die tapfere Unbeugsamkeit der Liechtensteiner thront das fürstliche Schloss hoch über Vaduz. Die trutzigen Mauern erinnern allerdings eher an eine Ritterburg als an einen Palast. Fürst Hans Adam II. und seine Familie stellen ihren Reichtum nur ungern zur Schau. Anders als manch andere Mitglieder des europäischen Hochadels leben sie zurückgezogen, bescheiden und unauffällig. Es gibt keine Affären und keine Skandale – natürlich sehr zum Leidwesen ...

Liechtenstein 2

UND WAS MACHEN SIE AM NACHMITTAG?
- in zwei Stunden durch das ganze Fürstentum

"Wenn uns Besucher sagen, sie wollen sich Israel ansehen, dann fragen wir automatisch: Und was machen Sie am Nachmittag?" Ephraim Kishons satirische Anspielung auf die geringe Größe seines Landes würde zu Liechtenstein noch viel besser passen. Für Gruppen werden sogar Rundfahrten durchs Fürstentum angeboten, die gerade mal zwei Stunden dauern. Das klingt rekordverdächtig! Natürlich erhält man dabei nur einen groben Überblick, für Besichtigungen bleibt kaum Zeit. Dennoch lernt man alle 11 Gemeinden Liechtensteins kennen, Oberland und Unterland, Rheintal und Hochgebirge. Und man genießt wunderbare Ausblicke. Die Rundfahrt macht Appetit auf mehr. So beantwortet sich die Frage "Was machen wir am Nachmittag?" spätestens unterwegs ganz von alleine ...

Liechtenstein 3

DARF ICH WAGEN, ARM UND GELEIT EUCH ANZUTRAGEN?
- mit Dichterfürst Goethe durch Vaduz

Im Jahre 1788 besuchte auch Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe das Fürstentum Liechtenstein. Auf dem Rückweg von seiner berühmten Italien-Reise machte er für eine Nacht Station in Vaduz. Nach Liechtensteiner Interpretation hat er seine Eindrücke in der "Novelle" verewigt. Fest steht, dass er Mitglieder des Fürstenhauses in Rom kennen gelernt hatte und auch später noch mit ihnen regen Kontakt pflegte. Welche Eindrücke aber würde der Herr Geheimrat mitnehmen, wenn er heute noch einmal zu Besuch käme, haben sich die Liechtensteiner gefragt? Die Antwort erfährt man bei einem Rundgang durch Vaduz per Audioguide. Stadtführerin Anna zeigt dem Dichterfürsten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Hauptortes. Mit dem Gerät am Ohr können Touristen die beiden begleiten und ihrem ...

Liechtenstein 4

IM FRÜHTAU ZU BERGE WIR ZIEH'N
- Wanderung über den Fürstensteig

Das kleine Liechtenstein bietet großartige Ausblicke. Ob vom Tal aus auf die umliegenden Berge oder von den Bergen hinunter ins Tal. Am besten genießen kann man sie auf einer Wanderung. 19 klassische Wanderungen werden vom Alpenverein des Fürstentums empfohlen. Den kürzesten kann man in einer Stunde bewältigen, für den längsten braucht man bis zu acht Stunden. Auch der Schwierigkeitsgrad ist sehr unterschiedlich. Einer der schönsten Rundwege führt von Gaflei über den so genannten Fürstensteig zurück nach Gaflei. Er ist drei Stunden lang und zählt zur mittleren Kategorie - ein schmaler Bergpfad, der immer am Rande des Abgrunds entlang führt. Wer ihn gehen will, sollte früh aufbrechen, denn morgens ist das Panorama am schönsten ...

 

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