Drakensberge (Südafrika) 1 - 4

DIE ZACKEN DES DRACHEN
- unterwegs in Südafrikas Wanderparadies

Berge in Südafrika? Da fällt den meisten nur der Tafelberg bei Kapstadt ein. Aber es gibt noch andere: zum Beispiel die teils über 3.000 Meter hohen Drakensberge im Osten des Landes. Der schroffe Gebirgszug an der Grenze zu Lesotho ist Südafrikas Wanderparadies schlechthin. Es lockt mit bizarren Basaltformationen – Graten und Spitzen, die wie der gezackte Rücken eines Drachen aussehen (zumindest in der Fantasie der ersten burischen Siedler). Dazu gibt es spekatakuläre Ausblicke und einzigartige Felszeichnungen, die Zeugnis von der uralten San-Kultur ablegen.
Mit die schönsten Monate in den Drakenbergen sind April und Mai, wenn der Herbst auf der Südhalbkugel die Natur in leuchtendes Gelb verwandelt, wenn oft stabiles Hochdruckwetter herrscht und nicht selten noch Temperaturen deutlich über 20 Grad gemessen werden. In den National- und Provinzialparks der Region gibt es ein ausgedehntes Netz von Wanderwegen und stilvolle Lodges zum Übernachten. Kein Wunder, dass auch die Südafrikaner selbst hier gerne ihren Urlaub verbringen; bei den ausländischen Gästen aber nehmen die Deutschen inzwischen den Spitzenplatz ein. Also, liebe Landsleute, schnürt eure Stiefel, damit wir loswandern können – zu den Zacken des Drachen!

Reportagen (Radio hr4, 13.10.2012; hr1, 14.04.2013):

Drakensberge 1

TIERISCHE BEGEGNUNGEN
- die Gefahren der afrikanischen Wildnis

Halt, bevor es wirklich losgeht, ist noch eine Frage zu klären: Wie sieht es eigentlich mit wilden Tieren aus? Haben die vielen Mahner und Warner daheim in Deutschland wirklich Recht, wenn sie davon ausgehen, dass Wanderer in Südafrika fette Beute (zwar nicht von Drachen, aber) von hungrigen Löwen werden können? Klar, bei einer Safari im wildreichen Krüger-Nationalpark, da ist man im Jeep unterwegs und wird von den Raubkatzen kaum wahrgenommen. In den Drakensbergen jedoch – zu Fuß und in offenem Gelände? Was ist, wenn sie einem dort begegnen? Dann ist man gefährlichen Bestien doch schutzlos ausgeliefert. Oder etwa nicht? ...

Drakensberge 2

HERRLICHE KULISSE
- der Königsweg zum "Amphitheater"

Nachdem auch die Frage nach den wilden Tieren Afrikas geklärt ist, steht der ersten großen Wanderung in den Drakensbergen nichts mehr im Wege. In den Füßen kribbelt es bereits. Starten wollen wir im Royal Natal Nationalpark. Er liegt in der Provinz KwaZulu-Natal und wurde schon von der britischen Queen besucht, als sie noch gar keine Queen war, sondern die junge Kronprinzessin Elizabeth. In diesem royalen Umfeld bedindet sich der Königsweg unter den Wanderpfaden Südafrikas – nicht unbedingt der steilste und schwierigste, aber der landschaftlich schönste und abwechslungsreichste. Denn er wird gekrönt von der eindrucksvollsten Felsformation der Drakensberge, dem "Amphitheater". Eine herrliche Kulisse, die auch einen der höchsten Wasserfälle der Welt umfasst ...

Drakensberge 3

PRÄHISTORISCHE MALEREI
- die San-Zeichnungen am Giant's Castle

In den Drakensbergen lebte über Jahrtausende das Volk der Buschmänner – oder politsch korrekt: der "San". Erst im 19. Jahrhundert wurden sie von dort vertrieben. Viele von ihnen waren offenbar künstlerisch begabt und hinterließen Felszeichnungen, die Aufschluss über ihre Lebensweise geben. Rund 500.000 sollen es in der Region insgesamt sein. Mit am besten erhalten sind die prähistorischen San-Malereien in einer Höhle am Giant's Castle. Diese "Burg des Riesen" ist neben dem Amphitheater ein weiterer markanter Zacken des Drachen. Benannt wurde sie von einem Oberstleutnant der britischen Kolonialtruppen, der sich bei ihrem Anblick an die heimatliche Burg von Edinburgh erinnert fühlte. Die Höhle ist nach einer kurzen Wanderung bequem zu erreichen. Dort gibt es Führungen, bei denen ...

Drakensberge 4

GEMÜTLICHE CHALETS
- das Didima Camp am Cathedral Peak

Wer als Wanderer den ganzen Tag auf den Beinen ist, will sich des Nachts gepflegt zur Ruhe betten. In Südafrikas Drakensbergen herrscht an guten Unterkünften kein Mangel. Die National- und Provinzialparks betreiben meist in eigener Regie moderne und komfortable Lodges zu günstigen Preisen. Mal mit, mal ohne Restaurant, aber immer mitten in der Natur. Die architektonisch wohl schönste Lodge ist das Didima Camp in der Nähe des Cathedral Peak, einem gut 3.000 Meter hohen Gipfel, der die Form einer Kathedrale hat und damit im doppelten Sinne ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt der Drakensberge ist. In der Lodge stehen den Gästen mehr als 60 ebenso stilvolle wie gemütliche Chalets zur Verfügung. Ab umgerechnet rund 50 Euro pro Person finden Wanderer dort die Ruhe, die sie benötigen ­– zumindest wenn es nicht gerade ...

 

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