Australiens Süden 1 - 4

TERRA AUSTRALIS AUSTRALIS
- ganz tief unten auf dem 5. Kontinent

Schon in der Antike ging die Legende um von einem unbekannten Kontinent weit unten im Süden. Terra australis incognita wurde er genannt. Und als Jahrhunderte später das heutige Australien entdeckt wurde, glaubten viele, dass es sich um diesen sagenhaften Kontinent handelte. Der Name jedenfalls war geboren: Terra australis – das südliche Land. Konsequenterweise müsste man dann das südliche Australien als terra australis australis bezeichnen. Und nicht etwa den Bundesstaat South Australia mit der Hauptstadt Adelaide, sondern das noch weiter südlich gelegene Victoria mit der Hauptstadt Melbourne und die vorgelagerte Insel Tasmanien. Down under im wahrsten Sinne des Wortes, also ganz tief unten auf dem 5. Kontinent, werden viele Klischees von Australien widerlegt. Statt weiter Wüsten und Buschland findet man dort dichte Wälder, Flüsse und Seen. Dazu verhältnismäßig angenehme Temperaturen auch im Sommer. Australien für Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene.

Reportagen (Radio hr4, 28.04.2007; hr-iNFO, 12.05.2007; rbb-INFOradio, 19.05.2007):

Australiens Süden 1

MELBOURNE
- "down under" von hoch oben

Ausgangspunkt für eine Reise durch Australiens Süden ist die 3,4-Millionenstadt Melbourne – weltbekannt durch internationale Sportveranstaltungen wie das Auftaktrennen der Formel-1-Saison oder das Tennis-Grand-Slam-Turnier. 1956 war Melbourne auch Austragungsort der Olympischen Spiele, im März 2007 fanden hier die Schwimm-Weltmeisterschaften statt. Schneller, höher, weiter heißt das Motto. Nicht nur auf sportlichem Gebiet. Die australische Wirtschaftsmetropole Melbourne boomt, und die Wolkenkratzer schießen wie Pilze aus dem Boden. Jüngstes Beispiel ist der "Eureka Tower". Knapp 300 Meter hoch, überragt er die gesamte Skyline. Seit dem Frühjahr 2007 ist das "Eureka Skydeck 88" geöffnet, die höchste Aussichtsplattform der südlichen Hemisphäre. Von hoch oben ...

Titelfoto: Blick über den Yarra River auf den Eureka Tower

Australiens Süden 2

GREAT OCEAN ROAD
- Kurven, Klippen und Koalas

Sie gilt als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt: die Great Ocean Road im australischen Bundesstaat Victoria. Rund 250 Kilometer lang zieht sie sich kurvenreich von Geelong bis nach Warrnambool, über weite Strecken direkt am Ozean entlang. Die Great Ocean Road wurde nach dem Ersten Weltkrieg gebaut als eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für heimgekehrte Soldaten. Insgsamt 13 Jahre hat es gedauert, bis sie fertig war. Manche der Orte an der Küste sind erst mit dem Bau der Straße entstanden. Denn schon mit ihrer Fertigstellung 1932 setzte der Fremdenverkehr ein. Heute ist sie eine der ganz großen touristischen Attraktionen im südlichen Australien. Die Küstenstraße bietet überwältigende Ausblicke auf bizarre Felsen und Klippen, sandige Buchten und malerische Fischerorte. In den Wäldern tummeln sich ...

Titelbild: kurvenreiche Great Ocean Road

Australiens Süden 3

WILSONS PROM
- wandern bis die Sohlen quietschen

Vor gut 200 Jahren erforschten die Briten Matthew Flinders und George Bass weite Teile des Südens von Australien. Dabei umschifften sie auch die südlichste Spitze des Festlandes und tauften sie nach einem gemeinsamen Bekannten Wilsons Promontory (engl.: Kap, Vorgebirge). Sie fanden eine malerische Landschaft vor mit unzähligen Granitfelsen, Buchten und Stränden. 1898, genau 100 Jahre nach Flinders und Bass, wurde Wilsons Promontory – kurz: Wilsons Prom – zum Nationalpark erklärt. Er liegt etwa drei Autostunden südöstlich von Melbourne und ist heute der meistbesuchte Nationalpark des Bundesstaats Victoria. Kenner sprechen sogar von einem der schönsten in ganz Australien. Besonders beliebt ist er bei Wanderern. Die möglichen Touren dauern zwischen 30 Minuten und mehreren Tagen. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei ...

Titelfoto: Ausblick vom Gipfel des Mount Oberon

Australiens Süden 4

TASMANIEN
- das etwas andere Australien

Ihren prominentesten Bewohner, den Tasmanischen Teufel, kennt fast jeder. Er ist berühmt-berüchtigt. Aber seine Heimat, die Insel Tasmanien, gilt nach wie vor als Geheimtipp. Sie liegt rund 300 Kilometer südlich des australischen Festlands, ist mehr als dreimal so groß wie Hessen und dennoch der bei weitem kleinste Bundesstaat Australiens. Nicht mal eine halbe Million Menschen leben dort.
Benannt ist Tasmanien nach dem holländischen Seefahrer Abel Tasman, der die Insel 1642 entdeckte. In Besitz genommen wurde sie erst ab 1803 von den Briten. Die gründeten eine Sträflingskolonie und machten mit den Ureinwohnern kurzen Prozess. Im Gegensatz zum Festland hat in Tasmanien kein Aboriginal die europäische Besiedelung überlebt.
Auf dem Eiland ist vieles anders. In der Abgeschiedenheit ...

Bildergalerie siehe "Alle Reportagen - Tasmanien"

 

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