Xanten (Nordrhein-Westfalen) 1 - 2

DIE STADT MIT X ATTRAKTIONEN

Wer das Ratespiel "Stadt, Land, Fluss" kennt, der kennt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Xanten. Denn die Stadt am Niederrhein ist die einzige in Deutschland, die mit einem X beginnt. Auch weltweit gibt es nur eine Handvoll weiterer Städte mit X (die meisten davon in China). Das allein ist schon eine kleine Attraktion. Aber Xanten hat noch viel mehr zu bieten: Wo in der Antike die römische Stadt Colonia Ulpia Traiana war, ist heute Deutschlands größtes archäologisches Freilichtmuseum. Wo der Heilige Viktor nach seinem Märtyrertod begraben wurde, ist heute der größte Dom am Rhein zwischen Köln und der Nordsee. Und wo einst die Burg des Drachentöters Siegfried gestanden haben soll, erinnern heute zwei große Windmühlen an den Helden des Nibelungenliedes und seine Gemahlin Kriemhild. Diese und X weitere Attraktionen machen Xanten zur meistbesuchten Stadt am Niederrhein. Nur 22.000 Einwohner zählt der staatlich anerkannte Erholungsort, aber rund 800.000 Besucher jährlich – und die können sich nicht alle irren.

Reportagen (DW-Radio, 07.09.2008; Radio hr4, 20.09.2008; rbb-INFOradio, 01.11.2008):

Xanten 1

SIEGFRIEDS RÖMISCHE DOMSTADT MIT X

"Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!", soll der römische Kaiser Augustus ausgerufen haben nach der verlorenen Schlacht am Teutoburger Wald. Fast genau 2000 Jahre ist das nun her. Anno 9 nach Christus erlitten die Römer unter dem Befehl ihres Feldherrn Publius Quinctilius Varus eine vernichtende Niederlage gegen den Germanenführer Arminius, auch Hermann der Cherusker genannt. Mit drei Legionen waren sie über den Rhein gezogen, um die Germanen zu unterwerfen, eine davon, die Achtzehnte, aus dem Lager Vetera, dem heutigen Xanten. Durch Varus also trat Deutschlands einzige Stadt mit X zum ersten Mal ins Rampenlicht der Geschichte. Um das Jahr 100 herum gründeten die Römer hier auch die Stadt Colonia Ulpia Traiana, die in der jüngsten Vergangenheit Stück für Stück ausgegraben und teilweise restauriert wurde. Unser Besuch der Geburtsstadt des ...

Xanten 2

KLAPPERN GEHÖRT ZUM SCHUHWERK
- historischer Stadtrundgang mit Klompen

Sie gehören zu Holland wie Windmühlen, Tulpen und Käse: Klompen, die traditionellen gelben Holzschuhe, wie "Frau Antje" sie trägt. Doch nicht nur in den Niederlanden, auch am Niederrhein hat man sie bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts getragen. Sie waren ganz aus Holz – meist Pappelholz – geschnitzt und hatten oben einen Riemen aus Leder. Auch in Xanten gehörten die Klompen zum Alltag. Heutzutage sieht man sie allerdings kaum noch – es sei denn bei einem historischen Stadtrundgang mit Monika Wirtz. In Holzschuhen klappert sie die Sehenswürdigkeiten ab und erklärt dabei noch die Herkunft vieler bekannter Redewendungen. Wer sie begleiten will, muss ebenfalls in hölzerne Klompen schlüpfen. Ein Laufgefühl wie anno dazumal, das bei älteren Besuchern aus der Umgebung von Xanten nostalgische ...

 

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